Zukunft der Christuskirchengemeinde
Evangelische Präsenz - heute und morgen
Wenn wir heute durch Olfen gehen und uns fragen „Was ist hier eigentlich typisch evangelisch?“, dann können wir das relativ leicht benennen und darauf zeigen: da vorne sieht man die Christuskirche, wo wir uns zu den Gottesdiensten treffen. Dahinten läuft gerade Pfarrer Melchert vorbei und unsere Angebote und unseren Aufbau finden Sie im Schaukasten. Unser Glaube zeigt sich heute oft ganz konkret an Gebäuden, an Personen, an dem, was vor Ort direkt erlebbar ist.
Doch wir befinden uns in einem Veränderungsprozess. Die evangelische Präsenz vor Ort entwickelt sich weiter. Vielleicht gibt es künftig weniger dieser vertrauten äußeren Zeichen. Die Kirche vor Ort, das bekannte Gesicht des Pfarrers, die gewohnten Strukturen werden sich verändern.
Was bleibt? Was trägt uns weiterhin? Und was macht uns als Gemeinschaft eigentlich aus?
Der Glaube bleibt im Mittelpunkt. Künftig wird es vielleicht weniger um Gebäude gehen, dafür umso mehr um die gelebte Gemeinschaft, um tragende Beziehungen und um neue Formen des kirchlichen Lebens vor Ort. Wir machen uns Gedanken darüber, was der Auftrag von Kirche ist und was Verkündigung des Evangeliums bedeutet. Unsere Netzwerke, die Ökumene, die kreative Zusammenarbeit, das Engagement, all das bleibt, wächst und entwickelt sich weiter.
Kirche bleibt lebendig, sie bleibt präsent. Anders, als wir es bisher kannten. Sie wird mobiler, vernetzter, vielfältiger und sie ist voller neuer Möglichkeiten.
Nachrichten aus dem Kooperationsraum
Kooperationsprozess im Südkreis des Evangelischen Kirchenkreises Münster
Seit einiger Zeit gibt es im Ev. Kirchenkreis Münster einen Prozess zur engeren Zusammenarbeit benachbarter Kirchengemeinden. Gemeinsam mit den Gemeinden Mirjam (Ascheberg Drensteinfurt), Lüdinghausen (Lüdinghausen/Nordkirchen) und Senden bilden wir den Kooperationsraum 3. Als Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit haben die vier Kirchengemeinden einen Kooperationsvertrag geschlossen.
In diesem Rahmen wurde ein Gremium ins Leben gerufen: der Kooperationsrat. Hier kommen die Hauptamtlichen sowie Vertreterinnen und Vertreter der 4 Presbyterien zusammen, um sich über die Zukunft unserer Gemeinden auszutauschen und tragfähige Strukturen für das kirchliche Leben vor Ort zu entwickeln.
Ein wesentlicher Punkt des Kooperationsvertrags ist die Regelung der pastoralen Versorgung des Kooperationsraums 3 durch das hauptamtliche Personal. Aber auch weitere zentrale Bereiche wie unsere Arbeit mit Konfirmand:innen, gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, gemeinsame Veranstaltungen und mehr sollen Gemeinde-übergreifend weiterentwickelt werden, um Synergien zu schaffen und Stärken der einzelnen Gemeinden für die anderen nutzbar zu machen.
Zukunft der Christuskirchen-Gemeinde
Die finanziellen Rahmenbedingungen für unsere Kirchengemeinde haben sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Auf der einen Seite sinken die Gemeindegliederzahlen und damit auch die Zuweisung an Kirchensteuern. Auf der anderen Seite steigen die Kosten für Personal und Gebäude - dazu kommt, dass gesetzlich vorgegebene Aufgaben (zum Beispiel im Datenschutz) mit Mehrkosten verbunden sind. Alle Kirchengemeinden sind verpflichtet, zur Erhaltung der Substanz von Kirche und Gemeindehaus in jedem Jahr eine erhebliche Summe in eine entsprechende Rücklage zu zahlen.
Dies alles hat unsere Kirchengemeinde in eine finanzielle Schieflage gebracht, aktuell ist die Gemeinde in der Haushaltssicherung. Das Presbyterium ist dazu verpflichtet, Kosten und Einnahmen in Deckung zu bringen und bis Ende 2027 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.