Musikalische Lesung Else Lasker-Schüler am 25.1. in der Christuskirche

Musikalische Lesung Else Lasker-Schüler am 25.1. in der Christuskirche

Musikalische Lesung Else Lasker-Schüler am 25.1. in der Christuskirche

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Musikalische Lesung Else Lasker-Schüler am 25.1. in der Christuskirche

Das Duo Rezipian begrüßte am 25. Januar 2026 in der Christuskirchezu zu einer musikalischen Lesung: Claudia Wulf aus Lüdinghausen rezitierte aus den Werken und erzählte vom Leben der jüdischen Lyrikerin Else Lasker-Schüler, Andrea Sauer aus Nordkirchen fing einfühlsam die Stimmung ihrer Schaffenszeit in der ersten Hälfte des 20. Jhs. mit Musik ein.

Else Lasker-Schüler feierte am 11.2.2025 ihren 156. Geburtstag. Sie gilt als wichtigste Dichterin des deutschen Expressionismus. Neben einigen Gedichtbänden schrieb sie drei Schauspiele, Kurzgeschichten, Aufsätze und Briefe. Ihr Weltdrama "Ichundich", das 1970 posthum veröffentlicht wurde, machte Else Lasker-Schüler zu einer der charaktervollsten und anerkanntesten deutschen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Sie glaubte fest daran, dass man die Welt durch Fantasie verzaubern kann. 

Else Lasker Schüler war nicht nur eine große Lyrikerin, sondern auch eine herausragende Persönlichkeit der Avantgarde. „Ich bin in Theben geboren, wenn ich auch in Elberfeld im Rheinland zur Welt kam. Ich ging bis elf zur Schule, wurde Robinson, lebte fünf Jahre im Morgenland, und seitdem vegetiere ich“, schrieb sie einmal. Sie lief selbstbewusst in Männerkleidung herum, oder schmückte sich auffallend mit übertrieben viel Schmuck.

Claudia Wulf wechselte virtuos zwischen Rezitation lyrischer Texte und Berichten aus dem bewegten Leben, Lieben und künstlerischen Schaffen der Else Lasker-Schüler bis hin zu ihren Schicksalsschlägen durch Scheidungen, Tod des Sohnes, Flucht und Exil in der Schweiz und Israel. Andrea Sauer untermalte die Rezitationen mit passenden Musikstücken auf dem Piano: bei der Geburt des Sohnes spielte sie ein Wiegenlied, zum Bericht einer Liebesbeziehung ein Liebeslied, am Schluss "Für dich soll's rote Rosen regnen". 

Die Besucher fühlten sich tief in die Zeit und das Leben Else Lasker-Schülers hineingezogen. Sie waren sich einig, dass die musikalische Lesung die beste Art war, den Sonntagnachmittag zu verbringen.

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